
Die Masterarbeit PERFORMING RAGE – Wut, Geschlecht und Ermächtigung mit Performance als Methode kollaborativ untersucht erforscht den Zusammenhang von Wut und Geschlecht und fragt, ob Wut handlungsinitiierend und ermächtigend wirken kann. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Wut nicht nur destruktiv ist, sondern – wie feministische Theoretiker:innen gezeigt haben – Handlungsfähigkeit und Kritik befördert.
In einem kollaborativen Forschungssetting mit vier Expertinnen aus unterschiedlichen performativen Disziplinen wird Performance als künstlerisch-wissenschaftliche Methode eingesetzt, um Wut, Geschlecht und Ermächtigung körperlich und situativ zu untersuchen. Erkenntnis wird dabei als situiert, historisch und kulturell verstanden – als etwas, das im doing, also im Werden, entsteht.
Die Methode umfasst Improvisation, Spiel und kollektive Übungen und erlaubt, Phänomene jenseits des Sprachlichen zu erforschen und Körperlichkeit als Erkenntnisquelle anzuerkennen. Zugleich zeigt sich, dass das in der Performance Erlebte in der schriftlichen Analyse nur bedingt übersetzbar ist. Diese Spannung zwischen Erfahrung und Dokumentation markiert sowohl die Grenze als auch das Potenzial der Methode: Performance eröffnet Räume, in denen Wissen als verkörperte, kollektive Praxis entsteht und geteilt werden kann.
Trailer: https://vimeo.com/677719532
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