Im Fluss. Eine mehralsmenschliche Spekulation zum Forschen mit Wasser

Naemi Hüberli | Masterarbeit, 2023

In meiner Masterarbeit stellte ich mir die Frage, wie ich als Anthropologin mit Wasser forschen kann und wie Wasser meinen Alltag beeinflusst. Als spezifischer Forschungsort wählte ich die Birs in Basel, ein Zufluss zum Rhein, in dessen Nähe ich zur Zeit des Schreibens wohnte. Mithilfe einer Kombination aus künstlerischen Praktiken (Film) und einem spekulativen, interdisziplinären Zugang zu Forschung, Schreiben und Literatur untersuchte ich, wie wir als menschliche Forschende mit begrenzten kognitiven Fähigkeiten überhaupt die volle Komplexität eines all-relationalen Umfelds in unser Denken und Forschen einbeziehen können. Im Mittelpunkt stand dabei die Nutzung meiner selbst als ontologisches Werkzeug, um über meine eigene sowie allgemein westliche Weltanschauungen und verkörperte Alltagspraktiken (Achtsamkeit) zu reflektieren – mit dem Ziel, ein resilienteres Bewusstsein zu unserer Relationalität mit anderen Wesen und planetarischen Dynamiken zu entwickeln. Eine zentrale Frage, die mich infolge dieser Forschung noch stärker beschäftigt, ist: Wie wollen wir heute und in Zukunft auf diesem Planeten leben?

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