Prof. Dr. em. Jacques Picard

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Jacques Picard ist Emeritus für Allgemeine und Jüdische Geschichte und Kulturen in der Moderne. Von 2001 bis 2009 wirkte er als Leiter des Instituts für Jüdische Studien, und von 2006 bis 2011 amtete er als Forschungsdekan der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Er ist Mitglied des Leitungsgremiums des Zentrums Kulturelle Topografien der Universität Basel.

Seinem Studium in Geschichte und Literaturwissenschaft an den Universitäten Fribourg (Lizentiat) und Bern (Promotion) folgten Forschungsaufenthalte in New York, New Mexico und Israel. Von 1985 bis 2001 wirkte er als Dozent für Kultur, Politik und Geschichte an der Fachhochschule Bern, wo er Vorsteher der Abteilung für Holzingenieure war. 1996 bis 2001 war er Mitglied der von der Schweizer Regierung ernannten Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg und wirkte in deren Aufbauphase als Forschungsleiter. Seither war und ist er verschiedentlich Mitglied in Schweizer Delegationen im Rahmen internationaler Organisationen (OSZE, Organsiation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa; ITF Holocaust Research, Education and Remembrance).Er wurde von Hochschulen und Museum in Europa und Nordamerika zu zahlreichen Gastreferaten und Panels eingeladen.

Zu seinen Publikationen zählen unter anderem „Die Schweiz und die Juden 1933-1945“ und „Gebrochene Zeit“, worin  Biografien von vier Paaren im 20. Jahrhundert zur Darstellung kommen. Seine Forschungs- und Interessenschwerpunkte sind Migrationsgesellschaften und ihre kulturellen Formen und Foren, das Verhältnis von Kulturen von Minderheiten zum gesellschaftlichen Mainstream, die kulturellen Wahrnehmung des Eigenen und Anderen in Alltag und Diskursen, der Wandel von Traditionen in Europa und Nordamerika sowie kulturelle Identitäten und gesellschaftspolitische Orientierungen in der Moderne.

Mitarbeitende

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Jacques Picard
Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Büro 303
Rheinsprung 9/11
CH-4051 Basel

Tel. +41 61 207 05 28