Sinnlichkeit: Wahrnehmung, Atmosphären und Körperpraxen

Verantwortlicher Ansprechpartner: Eberhard Wolff

Weitere Beteiligte: Ina Dietzsch, Michel Massmünster, David Bozzini, Ulrike Langbein, Leonie Häsler, Laura Hompesch, Thomas Heid, Uta Karrer, Laura Hompesch, Miriam Cohn

Forschungsprojekte

Dr. Ulrike Langbein, Mag. Laura Hompesch

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut Experimentelle Design- und Medienkulturen der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW sowie dem Amt für Kultur, Archäologie und Museum Baselland durchgeführt.

Kooperationspartner_innen:

 

Pressespiegel Hanro-Sammlung:

 

 

Dissertationen

Theaterprojekte in Kontexten von Migration in der Region Basel (Staging Intangible Culture: Theatre Projects in Contexts of Migration)
(Subprojekt C der SNF-Projekte “Intangible Cultural Heritage: The Midas Touch?” und “Intangible Cultural Heritage in Switzerland: Whispered Words”)

Das Dissertationsprojekt untersucht die Verflechtung von nicht-professioneller Theaterpraxis und Migration in der Region Basel als Teil der SNF-Projekte „Intangible Cultural Heritage: The Midas Touch?“ und „Intangible Cultural Heritage in Switzerland: Whispered Words“. Die Projekte beschäftigen sich mit immateriellem Kulturerbe und der Umsetzung der gleichnamigen UNESCO-Konvention in der Schweiz. 
Im Dissertationsprojekt wird Migration als prozessuales Phänomen verstanden, das sich in den Biografien von Personen sowie in sozial- und kulturpolitischen Diskursen manifestiert. Als solches beeinflusst Migration Theaterpraxis, Zielsetzungen und Wertzuschreibungen. Die untersuchten Theaterprojekte dienen als konstruierte Orte der Identifikation, in denen sowohl Migrationsbezüge als auch das Leben in der Schweiz verhandelt werden. Theater in Migrationskontexten beinhaltet somit mehrfache Aneignungs- und Abgrenzungsprozesse, in denen die Praxis bedeutsamer ist als die Pflege eines Theatererbes.

Schlüsselbegriffe: Theater, Migration, performance-Theorien, immaterielles Kulturerbe, anthropology of skills, Jugend

English:

This research project investigates the interplay of non-professional theatrical practice and migration in the area of Basel and forms part of the SNF-projects „Intangible Cultural Heritage: The Midas Touch?“ and „Intangible Cultural Heritage in Switzerland: Whispered Words“. Both address intangible cultural heritage and the implementation of the corresponding UNESCO convention in Switzerland. In the PhD project migration is understood as a process-related phenomenon manifested in biographies of people as well as in social and cultural political discourses. Theatre projects serve as spaces of identifications in which topics of migration and of life in Switzerland are negotiated. This includes both appropriation and delineation, processes in which the practice of doing theatre seems more important than the safeguarding of theatre heritages. 

Key words: theatre, migration, performance-theories, intangible cultural heritage, anthropology of skills, youth

Laufzeit: 1.10.2009 – 31.3.2014
Methoden: Teilnehmende Beobachtung, semi-strukturierte Interviews

Publikationen: 

  • Cohn, Miriam: Teilnehmende Beobachtung. In: Christine Bischoff, Karoline Oehme-Jüngling & Walter Leimgruber (Hg.): Methoden der Kulturanthropologie (in print, erscheint 2013 bei UTB).
  • Cohn, Miriam: Schnittstellen von Theater, Gesellschaft und Vermittlung in Migrationskontexten. In: Myrna-Alice Prinz-Kiesbüye, Yvonne Schmidt & Pia Strickler (Hg.): Theater und Öffentlichkeit. Theatervermittlung als Problem. Materialien des ITW. Zürich 2012 (Materialien des ITW), S. 159 – 169.

Die Dissertation von Thomas J. Heid (Cotutelles-de-thèse der Universitäten Basel und LMU München) ist eine arbeitsethnographische Analyse zum Wandel des Berufsbildes Deutscher und Schweizer Finanz-⁄Versicherungsberater, in deren Zentrum das Stichwort "Vertrauen" auszumachen ist. Infolge einer oft als „neoliberal" apostrophierten, jedenfalls dynamisch gewendeten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik des aktivierenden Sozialstaats mit seinen Reformen und Reformvorhaben gewann die private, eigenverantwortliche Finanzplanung mit Altersvorsorge-Absicherung für eine Vielzahl von Menschen in der Bundesrepublik Deutschland an grosser Bedeutung. In der Schweiz ist diese Richtung einer gemischten Verantwortung schon länger eingeschlagen worden. Vor diesem Hintergrund scheint im Fokus des Arbeitsalltags heutiger Berater zum einen das Gewinnen und Bewahren des Vertrauens ihrer zunehmend detailliert informierten, teils auch sehr fachkundigen und kritischen Kunden sowie zum anderen das Bewahren des Glaubens der Anleger an die Renditeversprechen der angebotenen abstrakten Finanzprodukte zu stehen. Beides ist in hohem Masse für ein erfolgreiches Agieren am Markt verantwortlich. Das Dissertationsprojekt wird in diesem Zusammenhang den Wandel der Berufsgruppe der selbständigen und abhängig beschäftigten Finanz-/Versicherungs- und Vermögensberater in Deutschland und der Schweiz aus der Akteursperspektive wie auch aus Sicht der Kunden anhand einer Auswahl von in verschiedenen Segmenten tätigen Beratern erforschen.

Betreuer der Cotutelles-de-thèse: Prof. Dr. Jacques Picard (Universität Basel) und Prof. Dr. Irene Götz (Universität München)

Laura Hompesch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im SNF-Projekt Der modellierte Mensch: Kleidung als kulturelle Praxis. Das Beispiel der Hanro AG, 1884–2012. In ihrer Dissertation untersucht sie Prozesse der Markenbildung. Im Zentrum stehen bildliche, schriftliche und materielle Repräsentationen der Marke Hanro.